• Anita

Kopie von Beziehung - Himmel & Hölle, Teil 2

Sommersonnenwende - Verschmelzung und Befruchtung

Wir nähern uns Mittsommer, oder der Sommer-Sonnenwende, am 21. Juni. Es ist der längste Tag im Jahr, sprich, maximales Licht = höchstmögliche Ausdehnung und Fülle. Alles ist nach aussen gerichtet, dem Licht entgegenreckend, in grösster Entfaltung und Pracht. An Mittsommer hat es die Natur darauf angelegt, sich zu vereinigen und befruchten. Und hierzu lässt sich das Pflanzen- und Tierreich zu einer unglaublichen Vielfalt und Üppigkeit hinreissen. Nur schon die Anzahl Samen, die ein Lebewesen (auch der Mensch) produziert ist in einer solch gigantischen Unverhältnismässigkeit, zu dem was für den Fortbestand der Spezie eigentlich notwendig wäre. Dies hat mich inspiriert zu dieser Blog-Serie:

Beziehung - Himmel & Hölle

Das Erdenkleid wird im Sommer üppig. Als ob alle Wesen sich ganz dem Licht entgegenstrecken möchten, als ob sich Himmel und Erde vereinigen


Kriterien für die Partner*innenwahl einst und heute

Beim letzten Blog hab ich von der wirtschaftlichen Zweckehe gesprochen und die Frage aufgeworfen, ob in einer solchen Zweckgemeinschaft Liebe entstehen kann. Oder wie Verliebtheit, die heutzutage als Grundlage für Beziehung unabdingbar ist, sich ebenfalls mutieren kann zu Himmel oder Hölle...

Sind die heutigen Voraussetzung für eine Beziehung: z.B. Verliebtheit, ein Garant für «Liebe»? Diese in unserer Zeit so erstrebte Verliebtheit, mit der wir unseren Partner/unsere Partnerin wählen, ist vielleicht oftmals eher Wunschdenken und Projektion. Und vielleicht sind diese romantischen Gefühle für die «Liebe» gar nicht förderlich, da sie uns verblenden, die Wahrnehmung verzerren und den klaren Verstand ganz und gar ausschalten (wenn der Himmel voll Geigen, der Bauch voller Schmetterlinge und die rosarote Brille hormonbedingt überschwemmen). Jaja, sowieso alles eine Frage der Hormone, die Verliebtheitshormone zur Anfangsphase, dann die Fürsorge- und Bindungshorme, die später ausgeschüttet werden, wenn Zuwendung und körperliche Nähe über längere Zeit vorhanden sind. Und ganz viele andere Tricks der Natur, um den Fortbestand des Lebens zu gewähren. Ob es überhaupt eine freie Partnerwahl gibt, oder ist alles eine Frage der Hormone?

Vielleicht ist er in der Verliebtheitsphase heiss und das Begehren gross... eine hormonelle Übersteuerung einer tragfähigen Partner*innenwahl.

Das Verliebtsein als Grundlage für die Beziehung

Und was ist mit Sex? Vielleicht ist er in der Verliebtheitsphase heiss und das Begehren gross. Andere Faktoren wie Kommunikation, Wertschätzung, Kooperation, Verlässlichkeit, Aufrichtigkeit, Selbständigkeit und vielleicht sogar Geruch (der für die Wahl eines*r genetisch geeigneten Partner*in so wichtig wäre) werden ausgeschaltet. Und was, wenn die harte Realität ein Paar einholt? Finanzprobleme? Überforderung mit Kindern? Doppelbelastung? Dauerstress? Psychische Instabiliät? Krankheit?

Ja die Wahl des richtigen Partners, der richtigen Partnerin stellt uns vor grosse Herausforderungen. Zumal es ja nur eine Wahl geben soll. Eine Wahl gespickt mit Treue und Monogamie. Eigentlich gar nicht prickelnd. Vor allem, wenn man noch zur Ehe schreitet: Ein finanzieller Solidarhaftungsvertrag mit Sexgarantie und Handschellen. Jedenfalls für die Frau, bei den Männern gibt es da noch etwas mehr Spielraum...

 

Monogamie & Ehe: die neuen Handschellen anstelle der Zwecksgemeinschaft

Dieser Spielraum war wohl vor der industriellen Revolution auch für Frauen grösser. Es gab die Zwecksehe, die durch die Väter organisiert wurde und daneben vielleicht einige Möglichkeiten, sich sexuell zu vergnügen, ohne dass es gerade zu Scheidung kam...denn die Doppelmoral der Kirche sah zwar keinen Ehebruch vor, wurde aber meistens geduldet. Und die Ehe war noch nicht so stark emotional und sexuell befrachtet, sondern auf wirtschaftlichem Überleben gegründet.

Damit will ich auf keinen Fall sagen, dass früher alles besser war. Ich bin sehr froh, dass nicht mein Vater, als ich ins heiratsfähige Alter kam, für mich einen Partner suchen und auszahlen musste. Das wäre für ihn eine schier unlösbare Aufgabe gewesen, da ich zwischen 16 und 22 Jahren rebellisch, besserwisserisch und männerfeindlich war. Mein Erscheinungsbild pflegte ich auch nicht vorteilhaft: Bürstenschnitt und Schlabberlook steigerten meine Attraktivität ganz und gar nicht. Und dann noch gut ausgebildet! Eine viel zu teure Braut.

Märchenprinz - Ideal & Mythos... Wegweiser zum Unglücklichsein?

Wie findet man seinen Märchenprinzen?

Dann war schon besser, dass ich mich selber darum kümmern durfte. Aber wie findet man diesen «Märchenprinzen»? Und genau schon diese Vorlage aus Märchen und Mythen nährt die Differenz zwischen Wunschtraum und Realität. Zwar finden wir in Märchen Hinweise, wie man bei der Partnerwahl vorgehen muss und vorher findet immer eine Transformation und Initiation statt. Aber dieses geheime Wissen und die damit verbunden Riten sind in der Christianisierung abgelöst worden von 10 Geboten, Vertreibung aus dem Paradies etc...So war auch bei mir, wie bei vielen Menschen, die Partnerfindung ein Buch mit 7 Siegeln mit entsprechenden "Lehrplätzen"...



Mit verschlossenen Augen schwimmen wir in den Verliebtheitsgefühlen...mit ungewissem Ausgang...



Lies in Teil III weiter, wie Liebe und Verliebtsein das Beziehungsleben sichert und/oder bedroht. Und welche Erfahrungen ich selber dazu gemacht habe...


Mit herzlichen Grüssen zu Mittsommer...

Anita Mehr

Möchtest du in deiner Beziehung wachsen? Nähe & Intimität leben? Ich begleite dich gerne.


P.S. Am 25. Juni gibt es ein Sommerfest mit Ritual für Männer & Frauen, in der Villa Maria in Dierikon


 


Anita Mehr - Shalum - Expertin für LeichterLebenLernen


Mein Angebot ist für Menschen, mit körperlichen oder psychischen Beschwerden oder in Krisensituationen. Ich arbeite mit Kinesiologie, Familienstellen und schamanischer Arbeit. Ich biete Coachings & Beratung für Frauen, Männer & Paare, FrauenRetreats, Women temple, Wanderungen und Rituale an.

Mein Partner Karl Weingart und ich führen Tarot- & Tangokurse durch.


Shalum ist mein Seelenname und bedeutet: Mit Liebe Frieden bringen.



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