• Anita

Sommersonnenwende - Verschmelzung der Pole. Und etwas über Tango.


Liebe Leserinnen und Leser

Im Sommer entfaltet sich die Natur nach aussen. Dank dem Licht und der Wärme geht alles in die Ausdehnung. An manchen Sommertagen flirrt es richtiggehend in der Luft, die Atmosphäre ist aufgeladen vor Anziehung und Extase. Mit betörenden Farben, Formen und Düften locken die Pflanzen und Blumen um befruchtet zu werden. Mit grösster Hingabe ziehen Tiere ihre Brut und Jungtiere auf. An Mittsommer, oder der Sommersonnenwende am 21. Juni, vollzieht sich sozusagen eine „heilige Hochzeit“ von Himmel und Erde. Himmel mit der ausgedehnten Sonnenkraft und Erde mit aktivierter Wurzelkraft kommen sich näher. Yin (Erde) und Yang (Himmel) verschmelzen, so ist auch der Fortbestand des Lebens gesichert.



Verletzungen in der Verschmelzung

Diese Verschmelzung der Pole ist für uns Menschen nicht immer so einfach. Beziehung, Familie und Sexualität, wo Verschmelzung stattfindet, werden oft überschattet von Pflichterfüllung, Selbstauflösung, Verletzungen und Übergriffen, gar Gewalt. Wir wurden vielleicht in unsere Biografie, aber auch kollektiv, in unserem Wachstum beschnitten, zu wenig unterstützt und beschützt und hatten keine Vorbilder, die uns entfaltendes, kraftvolles Selbstbewusstsein, vorgelebt haben. Oder unsere Grenzen, unser Raum wurden überschritten oder wir haben gelernt, uns im Kontakt mit den anderen (vor allem dem anderen Geschlecht) zu verausgaben und zu verlieren. Im Retreat vom 11. September geht um es um Verletzungen und Heilung in diesem Thema.


Verschmelzung und Tango

Wie es gelingen kann, in der eigenen Identität, im eigenen Pol verwurzelt zu bleiben, auch im Kontakt mit dem Du, zeigt mir immer wieder der Tangotanz. Tango spielt ja förmlich mit den beiden Polen männlich-weiblich, sprich führen und geführt werden. Die führende Person, der Mann, verkörpert den aktiven, yang-betonten Part. Und die folgende Person, die Frau (die beiden Rollen können natürlich vertauscht sein) ganz den empfangenden, hingebenden Part. Welches Stereotyp und Machogehabe könnte man da denken. Aber das ist nur die Oberfläche...


Verschmelzung in einem gemeinsamen Flow

Ich habe in den letzten Wochen beim Tangotanzen eine Erfahrung gemacht, die nicht nur mein Tanzen, sondern auch mein Selbstverständnis verändert hat. Mein Partner und ich versuchten, beim Tangotanz unseren Flow und das Führen und Geführt-Werden zu verbessern. Dazu haben wir folgende Übung gemacht. Gaaaanz langsam Tango tanzen, zum Teil ohne Musik, ich mit geschlossenen Augen mit der Absicht, absolut nur das zu Tanzen, was geführt wurde. Keine zusätzliche Bewegung. Auch keine Verzierungen, die ich doch so liebe...Zuerst fand ich es langweilig und ich war in meinem emanzipierten Frauenbild gekränkt, fühlte mich fast bisschen degradiert. Aber schon ganz bald spürte ich, wie mich etwas fesselte. Durch diese Reduktion und die geschlossenen Augen war ich ganz auf mich selbst gestellt (obwohl ich geführt wurde). Ich konnte mich selber plötzlich besser wahrnehmen und meine Verbindung zu meinem Zentrum, meiner Achse. Das fühlte sich so köstlich an... ich konnte fast nicht genug kriegen davon. Dadurch fühlte ich auch die Impulse meines Partners viel besser. Und ihm fiel es leichter, zu führen.


Verschmelzung mit dem Partner

Und das Beste war: durch diese Reduktion meinerseits, konnte ich mich besser entspannen und weicher werden. Und es hat den Raum für den Mann erweitert - und dadurch auch meinen Raum. Unser Tanzen war plötzlich so leicht und beflügelt, gleichzeitig kernig und erdig. Mein Partner wuchs förmlich über sich hinaus, begann zu improvisieren und sich ebenfalls noch mehr zu entspannen. Er hatte die Gewissheit, dass ich ihm nahe bleibe (mich führen lasse), dass ich mich nicht von ihm entferne. Und, gleichzeitig, mich nicht an ihn hänge. Dies hat die Tanzqualität für uns beide spürbar verändert. Es ist ein gemeinsamer Flow entstanden.


Und dies geschieht nicht nur im Tango. Es ist vielleicht das Geheimnis der Verschmelzung: Die Hingabe nicht ans DU, sondern an MICH selber. Und es entsteht etwas Neues...


Verschmelzende Grüsse

Anita


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In diesen 4 Tagen kommst du dir und deiner Weiblichkeit näher. Du lernst,Voraussetzungen für eine erfüllte Beziehungzu schaffen.

8.Mai/ 12. Juni/ 3. Juli/14. August

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11. September (Zusatztag)

Verletzungen in der Weiblichkeit und in der Sexualität heilen

es hat noch freie Plätze


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