• Anita

Über das Alleinsein zu Zeiten von Corona


Corona hält uns weiter auf Trab

Der teilweise Lockdown und Quarantäne- und Isolationsmassnahmen der zweiten Corona-Welle zwingen uns vermehrt in die Passivität, in Ruhe, und auch zum Alleinesein. Und dies nicht im prosperierenden Frühling, sondern hinein in die dunkle, nebelverhangene Zeit, wo die äusserlichen Freuden sowieso spärlich werden. Zudem ziehen uns die widersprüchlichen Meldungen und Massnahmen den Boden unter den Füssen weg. Niemand weiss mehr, was wirklich ist. Das winzige Corona-Virus drängt uns in eine tiefgreifende Auseinandersetzung. Auseinandersetzung mit sich selber, den eigenen Schatten und dem Tod.


Bewertungen und Gelassenheit

Dies kann schmerzhaft sein. Das Schmerzhafte beginnt mit unseren Bewertungen, denn Bewertungen halten uns ständig von Gelassenheit ab. Bewertungen sind allgegenwärtig, wir bewerten die Situation, die Regierung, die Massnahmen. Dabei ist dies alles ein Ausdruck davon, wo wir stehen als Menschen: in einem übergreifenden Macht- und Kontrollsystem, geschürt von Angst. Wie wir mit dem Virus umgehen zeigt, dass wir Menschen das Leben zu kontrollieren und zu beherrschen versuchen. Welch wahnwitziges Vorhaben der Mensch verfolgt, das Leben kontrollieren zu wollen. Es bedeutet sozusagen der Tod des Lebendigen. Und das ist vielleicht der Kern unserer aktuellen Situation, dass wir Menschen ein Leben führen, das dem Tod näher ist als dem Leben. Haben wir vielleicht deshalb so Mühe mit dem Tod, weil wir gar nicht wirklich leben?


Kontrolle übers Leben

Können auch Sie sich darin erkennen? Vielleicht stellen auch Sie mit einer ständigen Kontrolle über die eigenen Impulse und Gefühlsbewegungen die Lebendigkeit ab? Leben in Vorstellungen oder Erwartungen und umgehen oder bekämpfen das Unbekannte und die Veränderungen des Lebens. Vielleicht versuchen auch Sie mit Druck, Leistungsdenken und Perfektionismus alles zu optimieren und noch mehr herauszupressen.

Gelassenheit nicht gleich Wegschauen

Verstehen Sie mich richtig, mit Gelassenheit meine ich nicht, einfach alles schlucken. Seien Sie kritisch, informieren Sie sich und tauschen Sie sich aus, es ist wichtiger denn je, wahrhaftig zu kommunizieren und sich auseinanderzusetzen. Aber schiessen Sie mit Kritik und Kampf nicht übers Ziel hinaus.

Chancen der Dunkelheit

Bewertungen gibt es auch bei subjektiven Wahrnehmungen. Zum Beispiel mit «dunkel» und «hell» verbinden wir mit einer klaren Wertung. Und dabei ist Dunkelheit nicht negativ. Dunkelheit bringt uns mit unbewussten, zarten, feinen, unsichtbaren Energien in Kontakt. Im November wird der Kontakt mit den Verstorbenen und den Ahnen beim Totengedenken zelebriert. Aber das können auch andere geistige Energien sein, mit denen wir Fühlung aufnehmen können: Naturwesen, Lichtwesen, Engel, ungeborene Seelen und vor allem unsere eigenen Gefühle. Denn diese Gefühle vermitteln uns etwas ganz anderes als die aussenorientierte Welt. In der nach aussen gerichteten Welt treffen wir allzu oft auf Ersatzbefriedigungen, Kompensationen, Sucht und Abhängigkeit. Alles, was konsumierbar, aufdringlich, verlangend ist, hinterlässt Hunger und Verlustangst. Niemals können sie uns befrieden und erfüllen. Ganz anders verhält es sich mit den eigenen, wahren Gefühlen. Sie spenden Geborgenheit, Sicherheit und Verbundenheit. Der aufgezwungene Rückzug in die Dunkelheit und ins Nichtwissen bringt uns in Kontakt mit diesen nährenden Gefühlen und in Verbindung.

All-Einsein statt Alleine-Sein

So wird das Alleine-Sein zum All-Einsein. Nur ein Buchstabe weniger... und doch ein riesiger Unterschied. Das All-Einsein im Alleine-Sein können wir bei den Pflanzen erkennen: Jede steht für sich selber, aber übers Wurzelwerk und die Ausdünstung von Terpenen sind alle Pflanzen und Bäume EIN Organismus. Auch wir Menschen sind Teil davon, von diesem einen Organismus. Wir sind nie allein, wir sind all-eins. Diese Zeit lädt uns ein, zum Horchen in der Dunkelheit, Spüren unserer Gefühle und Vertrauen auf Verbindung...so entsteht Liebe...

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Bild vom Vollmond an Halloween, 31.10. 2020, Autor Armin Heer

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Anita Mehr





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